David Muhr
25. November 2019
David Muhr
CMO as a Service - ein Paradigmenwechsel?!
Börsengänge ehemaliger Startups wie Uber oder Spotify belegen klar, das Startupmodell ist erwachsen geworden. Trotz Mainstream-Attitüde bleiben die Herausforderungen klassisch.
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Auch Startups haben durchaus traditionelle Defizite
Vom Studentenheim zur Börse

Twenty-somethings, die aus ihren Studentenzimmern die nächste große Innovation erfinden und so die Welt verändern.
So oder so ähnlich stellte man sich ursprünglich Startups vor. In Zeiten von Börsengängen ehemaliger Startups wie Uber, Slack oder Spotify, hat sich das Bild jedoch längst gewandelt – das Startupmodell ist erwachsen geworden. Obwohl Startups mittlerweile im Mainstream angekommen sind, sind viele der Eigenschaften die gleichen geblieben. Der hohe Innovationsgrad, das überdurchschnittliche Wachstumspotenzial und die daraus resultierenden Probleme, mit denen Startups – vor allem in den frühen Phasen ihrer Entstehung – zu kämpfen haben, sind immer noch aktuell.

Bei Speedinvest Pirates ist man in der Arbeit mit den Jungunternehmen aus dem Speedinvest Portfolio dabei auf viele derselben Kinderkrankheiten gestoßen. So sind Startups aufgrund ihres hohen Wachstumsbedarfs gezwungen schnell Kunden zu akquirieren. Gleichzeitig mangelt es ihnen zumeist an Ressourcen (Zeit, Geld, Mitarbeiter), Fokus und Know-how außerhalb ihrer Kernkompetenz. Das führt dazu, dass die Firmen sich in einem ständigen Überlebenskampf befinden. Vormals wurden zur Unterstützung bei der Neukundenakquise häufig Agenturen beauftragt um mangelndes Know-how auszugleichen. Während das klassische Agenturmodell in manchen Fällen durchaus noch seine Berechtigung hat, sind es folgende Eigenschaften, die es für Startups tendenziell unattraktiv machen:

  • Cash-basiertes Geschäftsmodell mit hohen Fixkosten
  • Ziel: Abhängigkeit und Vendor Lock-in des Geschäftspartners
  • Anwendung bewährter Konzepte
  • Wenig Flexibilität und kaum Toleranz für Ungewissheit
  • Fokus auf Effizienz
  • Langsame und langwierige Prozesse
CMO as a Service vereint externe Kompetenz und Erfahrung mit einem Höchstmaß an Flexiblität
Agenturmodelle ungeeignet

Die mangelnde Attraktivität des Agenturmodells hat uns als Speedinvest Pirates dazu geführt dieses zu überdenken und stattdessen eine neue, eigens für Startups entwickelte Lösung zu entwerfen. Im sogenannten CMO (Chief Marketing Officer) as a Service Modell agieren eine oder mehrere Personen als flexible Marketingverantwortliche, die autonom Entscheidungen treffen können und diese dann auch umsetzen.

Bei der Entwicklung dieses Produktes wurde dabei viel stärker an die in der Startupbranche vorherrschenden Gegebenheiten Rücksicht genommen, um die Lösungen möglichst auf deren spezifische Probleme zuzuschneiden. So sind es vor allem folgenden Vorteile die dieses Modell auszeichnen:

  • Anteils- und / oder Cash-basiertes Geschäftsmodell mit hohen variable Kosten
  • Ziel: Zukünftige Autonomie des Geschäftspartners
  • Anwendung neuer Konzepte und Experimentierfreudigkeit
  • Hohe Flexibilität und Toleranz für sich ständig wechselnde Gegebenheiten
  • Fokus auf Effektivität
  • Schnelle, iterative Prozesse

Der Erfolg des Startupmodells und die Modernisierung der Arbeitswelt haben mittlerweile dazu geführt, dass selbst bei traditionellen Unternehmen Lösungen wie CMOaaS Anklang finden.